27.06.2012 / Inland / Seite 5

»Belastungstendenzen«

Antikommunisten nutzten Prozeß um gefährliche Körperverletzung zur Generalabrechnung mit Meinungsgegnern. Ein Freispruch, eine Bewährungsstrafe

Claudia Wangerin
Der Prozeß um den Angriff auf protestierende Antikommunisten im Umfeld der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2011 ist am Dienstag in Berlin mit einem Freispruch und einer Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung zu Ende gegangen. Der Angeklagte Matthias H. (23), von dessen Tatbeteiligung das Gericht überzeugt war, erhielt eine auf Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe von acht Monaten, die Bewährungszeit wurde auf zwei Jahre festgesetzt. An Nebenkläger Dr. Frieder Weiße soll H. ein Schmerzensgeld von 600 Euro zahlen, sofern das Urteil rechtskräftig wird.

Weiße hatte sich am 8. Januar 2011 an der Protestaktion der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) vor dem Urania-Veranstaltungszentrum beteiligt, weil dort über »Wege zum Kommunismus« diskutiert werden sollte. Von mutmaßlichen Konferenzteilnehmern war Weiße geschlagen und getreten worden. Er hatte aber selbst keinen der Angeklagten als Täter oder Mittäter identifizieren können, nachdem er zu Boden g...

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