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23.06.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Und tschüs. Bis 2030

Viel Aufwand, wenig Nachhaltiges: UN-Gipfel »Rio+20« ohne neue Impulse. Industriestaaten mit demonstrativem Desinteresse

Wolfgang Pomrehn
In Rio de Janeiro ist am Freitag die UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung zu Ende gegangen. Über 100 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt hatten sich versammelt. Die meisten der anderen von insgesamt 193 UN-Mitglieder ließen sich durch Minister vertreten. Ursprünglich waren sogar 135 Staatenlenker bei »Rio+20« erwartet worden. Nachdem jedoch führende Industrieländer, darunter Deutschland, ihr offensichtliches Desinteresse demonstriert hatten, gab es diverse Absagen. Wichtige Schwellenländer aber wie China, Indien, Argentinien und Indonesien, von denen sich die EU nur Tage zuvor auf dem G-20-Gipfel mehr IWF-Einlagen für die Abfederung der Euro-Krise erbeten hatte, schickten ihre höchsten Repräsentanten an den Zuckerhut.

Die mit großem Aufwand durch den Gastgeber Brasilien vorbereitete Veranstaltung war als Fortsetzung des bedeutenden Erdgipfels an gleicher Stelle vor 20 Jahren gedacht. Dabei waren wichtige Abkommen wie die Konventionen gegen Wüs...

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