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16.06.2012 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Frankreichs Politik in Afrika ist kriminell«

Gespräch mit Joaquín Mbomio Bacheng. Über den Fluch des Erdöls, das Elend der Diktatur und die Konstruktion von Nation in Äquatorialguinea

Erich Hackl
Joaquín Mbomio Bacheng ist Schriftsteller und Journalist aus Äquatorialguinea. Er lebt seit 1990 im französischen Exil und arbeitet als Redakteur der unabhängigen Schweizer Rundfunkanstalt Radio Zones

Dem wirtschaftlichen Einheitsdenken nach müßte es sich bei Äquatorialguinea eigentlich um einen Musterstaat handeln: Es weist das gleiche Bruttonationalprodukt pro Kopf wie Dänemark auf und ist seit der Zerschlagung Libyens das Land mit der geringsten Staatsverschuldung. War also die Begeisterung angebracht, mit der Manuel Fraga Iribarne, der als Franco-Minister die spanische Kolonie 1968 in die Unabhängigkeit entlassen hatte, bei einem Staatsbesuch vor drei Jahren Wohlstand und Fortschritt gewürdigt hat?

Leider halten diese Zahlen aus der Buchhaltung der Experten den sozialen Verhältnissen Äquatorialguineas nicht im geringsten stand. Ein einfaches Beispiel: In der Hauptstadt Malabo gibt es nicht genug Trinkwasser. Wäre es vorhanden, wie noch zu Zeiten des s...

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