09.06.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Freiheit und Bandera

Zum Fall Timoschenko äußerten sich viele. Zur Verehrung für einen faschistischen Kollaborateur in der West-Ukraine war nichts zu hören

Arnold Schölzel
An diesem Sonnabend startet die deutsche Fußballnationalmannschaft mit einem Spiel gegen Portugal in die Europameisterschaft. Austragungsort ist die westukrainische Stadt Lwiw. Die Stadt nennt seit 2007 ein monumentales Denkmal ihr eigen. Was es damit auf sich hat, schilderte Zeit online am 30. Mai so: »Es ist nicht leicht, in der EM-Stadt Lemberg die politischen und gesellschaftlichen Grundströmungen auszumachen. Als Orientierungsmarke kann das monumentale Stepan-Bandera-Denkmal unweit des Hauptbahnhofs dienen. Die Skulptur des Freiheitskämpfers steht vor einem 30 Meter hohen Triumphbogen. ›Bandera ist unser Held. Wir sind Bandera-Stadt‹, sagt der 24jährige Kolja, ein Geschichtsstudent, der an dem 2007 errichteten Mahnmal vorbeischlendert. Eine überwältigende Mehrheit der fast 750000 Bürger von Lemberg würde diese Sätze vermutlich unterschreiben.«

Das Internetportal gab dem Text den Titel »Junger Nationalismus in der EM-Stadt Lemberg«. Wer...

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