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07.06.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Propaganda statt Skepsis

Kritische Journalisten beklagen Schuldzuschreibung nach Massaker im syrischen Hula noch vor Beginn einer Untersuchung

Karin Leukefeld
Westliche Staaten nutzen die Morde von Hula als Vorwand für eine mögliche Intervention in Syrien. Zu diesem Schluß kommt der britische Journalist Neil Clark im Nachrichtensender Russia Today. Clark, der u.a. für den britischen Guardian schreibt, verwies auf das Massaker von Racak, das 1999 als Rechtfertigung für den NATO-Angriff auf Jugoslawien diente, und auf angebliche Massaker im ostlibyschen Bengasi, die den UN-Sicherheitsrat 2011 veranlaßten, dem Krieg gegen Libyen zuzustimmen. Seit 15 Monaten versuchten die westlichen Staaten mit Unterstützung der Golfstaaten, die Führung in Damaskus zu stürzen, so Clark. Hula sei wie ein »déjà vu, das Gleiche wie 1999 und 2011«. Daß westliche Regierungen und UN-Institutionen wie der Menschenrechtsrat Schuldzuweisungen über das Massaker von Hula aussprächen, bevor es untersucht worden sei, sei unakzeptabel.

Rußland und China sollten ihren Ton gegenüber dem Westen verschärfen, forderte Clark: »Der einzige Weg, um ei...

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