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06.06.2012 / Inland / Seite 5

Profis im Lügenmilieu

Deutscher Exmitarbeiter eines US-Geheimdienstes soll Observationsprotokoll von Polizistinnenmord in Heilbronn gefälscht haben

Claudia Wangerin
Wer hier aus welchem Grund welche Nebelkerze geworfen hat, ist für Normalsterbliche nicht nachvollziehbar: Ein deutscher Exmitarbeiter eines US-Geheimdienstes soll das brisante Observa­tionsprotokoll gefälscht haben, das nach einem stern-Bericht Ende November letzten Jahres die Anwesenheit deutscher Agenten beim Mord an der Polizistin Michéle Kiesewetter am 25. April 2007 in Heilbronn nahelegte.

Als »Zeuge mit schlechtem Ruf« wurde der namentlich nicht genannte Mann von der Süddeutschen Zeitung (SZ) am Dienstag bezeichnet. SZ-Autor Hans Leyendecker berief sich dabei auf ein Schreiben des Staatssekretärs im Bundesinnenministerium, Klaus-Dieter Fritsche, an Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Demnach wird der frühere Mitarbeiter des US-Nachrichtendienstes »Military Intelligence« verdächtigt, »eine aufsehenerregende Legende« verbreitet zu haben.

Die 22jährige Michéle Kiesewetter wurde nach bisherigem Ermittlungsstand von Mitgliedern der rech...



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