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24.05.2012 / Inland / Seite 2

»Ich will den beiden nicht zu nahe treten …«

Führungsdebatte in der Linkspartei: Einige kritische Anmerkungen zu Personal und Politik. Ein Gespräch mit Albrecht Müller

Peter Wolter
Albrecht Müller war Wahlkampfleiter der SPD sowie Planungschef im Kanzleramt unter Willy Brandt und Helmut Schmidt. Er ist Buchautor (»Die Reformlüge«, »Machtwahn« und »Meinungsmache«) und Mitherausgeber des Internetportals NachDenkSeiten.de

Das Chaos in der Linkspartei scheint perfekt – aus zwei Landtagen rausgeflogen, Streit um den Parteivorsitz, Rückzug von Oskar Lafontaine. Ist mit einer solchen Partei die Fünfprozenthürde bei der kommenden Bundestagswahl noch zu schaffen?

Nach meiner Einschätzung nicht. Auch mit Lafontaine wäre es schwierig geworden – aber mit ihm hätte die Linke die beste Chance gehabt. Er hätte den aussichtsreichen Versuch unternommen, mit der Koppelung von Parteivorsitz und Spitzenkandidatur das linke Projekt zu retten. Das Konstrukt ist jetzt hinfällig, nachdem ihm Fraktionschef Gregor Gysi in den Rücken gefallen ist. Ich bin gespannt darauf, wen der jetzt als Spitzenkandidat dem Parteitag Anfang Juni vorschlägt.

Gys...


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