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24.05.2012 / Inland / Seite 5

Ware Nächstenliebe?

Bundestag entscheidet über Gesetzentwürfe zur Organspende. Linksfraktion und Grüne legen Änderungsanträge vor. Kritik an mangelndem Datenschutz und Kommerzialisierung

Kathrin Vogler
Es begann mit einer menschlichen Geste: Frank-Walter Steinmeiers Nierenspende für seine Frau eröffnete eine Debatte darüber, daß in Deutschland Tausende Menschen sterben müssen, weil Organe für Transplantationen fehlen. Dafür gibt es viele Ursachen: Etwa die längere Lebenserwartung, weniger Verkehrs- und Unfalltote oder die im internationalen Vergleich geringe Anzahl von medizinischem Personal, das speziell für diese Aufgaben geschult ist.

Die Lösungsvorschläge der Politik beschränkten sich jedoch schnell auf die Frage, wie mehr Menschen zur Abgabe einer Organspendenerklärung bewegt werden können. Umfragen hatten ergeben, daß die Zahl der Menschen, die einen Organspendeausweis besitzen, sehr viel geringer ist als die derjenigen, die eigentlich bereit wären, nach ihrem Tod Organe zu spenden.

Am Freitag soll der Bundestag nun zwei Gesetze zur Organspende verabschieden. Die Fraktionsvorsitzenden aller Fraktionen haben einen Gesetzentwurf für eine Entscheid...



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