Der Schwarze Kanal
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22.05.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Herr des Hinterzimmers

Kommentar

Wolfgang Neskovic
Die Linke steht am Scheideweg. Nimmt sie das Angebot von Oskar Lafontaine an, erneut den Parteivorsitz zu übernehmen oder setzt sie auf Dietmar Bartsch. Damit steht sie vor der Frage, ob sie die Person will, die den politischen Erfolg oder die, die den politischen Misserfolg verkörpert.

Lafontaine repräsentiert die Wahlerfolge in den Jahren 2005 und 2009, Bartsch hingegen den Misserfolg aus dem Jahr 2002. Bei der Wahl 2002 hat Bartsch als einer von vier Spitzenkandidaten daran mitgewirkt, die PDS ins parlamentarische Aus zu befördern. Lafontaine hingegen hat die LINKE 2005 mit einem hervorragenden Wahlergebnis wieder in den Bundestag geführt. Er hat die Fraktion zusammengehalten und zu einer schlagkräftigen Einheit geformt. Dies war eine wesentliche Voraussetzung für den grandiosen Wahlerfolg 2009.

Der Niedergang der LINKEN begann mit dem krankheitsbedingten Rückzug Lafontaines. Die neue Parteispitze hatte danach nie eine echte Chance. Bartsch und Ramel...



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