22.05.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Am Rande des Desasters

Eigentlich stellt sich nur noch die Frage, wann die Euro-Zone auseinanderbricht – die Folgen ­jedenfalls würden gravierend sein

Tomasz Konicz
Während Teile der Euro-Zone nach der griechischen Wahl Anfang Mai in den offenen Panikmodus überzugehen drohen, schwanken Deutschlands Meinungsmacher zwischen Wunschdenken und imperialen Drohgebärden: »Wenn Griechenland fällt, dann alleine«, deklarierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) Mitte Mai. Das Szenario eines Dominoeffekts, bei dem »Griechenland als erster Stein die ganze Währungsunion zum Einsturz bringt«, sei unglaubwürdig, da andere Krisenländer schon weit vorangekommen seien auf dem »Sanierungskurs«. Sollten die Griechen der Wahlempfehlung der FAZ nicht Folge leisten, müßte an Hellas ein »Exempel statuiert« und das Land aus der Euro-Zone geworfen werden. Das konservative Leitmedium träumt auch schon von Militärinterventionen, die noch im Konjunktiv formuliert werden: »An internationale Schutztruppen, wie sie weiter nördlich zur Stabilisierung taumelnder Staaten stationiert sind, wird man hoffentlich nicht denken müssen«, hieß es in einem...

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