16.05.2012 / Ansichten / Seite 8

Thierses Linkspartei

»Linkes« Kesseltreiben gegen Lafontaine

Werner Pirker
Die Linkspartei-Rechte hat in Wolfgang Thierse einen gewichtigen Fürsprecher gefunden. Der Vizepräsident des deutschen Bundestages versteht es offenbar, sich in die Gefühlswelt früherer DDR-Nachwuchskader hineinzuversetzen. Angesichts einer möglichen Rückkehr von Oskar Lafontaine an die Parteispitze müßten sich die »ostdeutschen Granden der Linkspartei veräppelt fühlen«, meinte der SPD-Politiker gegenüber dem Tagesspiegel. Für Thierse bildet der Saarländer den Gegenpol zu den Reformern, die er als den »erfolgreichen Flügel« der Partei bezeichnete. Für den Fall, daß sich Lafontaine die Linkspartei »wieder unter den Nagel reißt«, rechnet Thierse mit einer Verschlechterung des Verhältnisses zwischen den beiden Parteien. Als ob das dank der SPD-Blockadepolitik gegenüber der Linken nicht schon schlecht genug wäre.

Daß Dietmar Bartsch und sein Anhang Thierses Hoffnungen auf eine für die SPD vorteilhafte Entwicklung der Linkspartei tragen, sollte sich eigentlic...

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