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03.05.2012 / Feuilleton / Seite 13

Gender Studies Overkill

»Tomboy« handelt von Laure, die lieber Michael wäre

Anja Trebbin
Mädchen, die lieber Jungs wären, haben es nicht leicht. Sie stehen überall dazwischen. Mit ihren Geschlechtsgenossinnen können sie wenig anfangen, und die Jungs wollen sie auch nicht so richtig mitspielen lassen.

In »Tomboy« zeigt Regisseurin Céline Sciamma, wie ein zehnjähriges Mädchen versucht, dieses Problem loszuwerden: Laure (Zoé Héran) trägt weite Hosen und kurze Haare. Sie ist groß und sehr dünn. Wie ein Mädchen sieht sie also nicht aus. Das findet sie gut, denn sie will auch keines sein. Laure ist ein Tomboy: Ein Mädchen, das sich kleidet, benimmt und fühlt wie ein Junge. Damit ist sie das genaue Gegenteil ihrer Schwester Jeanne (Malonn Lévana), die Prinzessinnenkleidchen liebt.

Als die Familie umzieht, nutzt Laure ihre Chance: Sie stellt sich den Kindern aus der Nachbarschaft als Michael vor. Das klappt ziemlich gut. Für das Schwimmen im See bastelt sich Michael eine Penisattrappe; der Geschlechterwechsel bleibt unbemerkt. Nur die Eltern dürfen...



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