28.04.2012 / Ausland / Seite 6

ECOWAS schickt Truppen

Staatenbund will Übergangsperiode nach Militärcoups in Mali und Guinea-Bissau überwachen

Thomas Berger
Bei einem außerplanmäßigen Gipfeltreffen in Abidjan, der Hauptstadt von Côte d’Ivoire, haben die Führer des westafrikanischen Staatenbundes ECOWAS am Donnerstag beschlossen, nach den dortigen Militärcoups Truppen nach Guinea-Bissau und Mali zu entsenden, »um beiden Ländern zu helfen, zu ziviler Herrschaft zurückzukehren«, wie es hieß.

500 bis 600 Soldaten sollen umgehend nach Guinea-Bissau entsandt werden, wo eine Fraktion des Militärs am 12. April geputscht und damit die laufenden Präsidentenwahlen abgebrochen hatte. Sollten die Putschisten dem ECOWAS-Kontingent nicht binnen drei Tagen den Weg für die Mission ebnen, sollen Sanktionen gegen das Land erlassen werdent. Nigeria, Senegal, Togo und Côte d’Ivoire haben dem Vernehmen nach zugesagt, Soldaten für die Friedenstruppe zur Verfügung zu stehen. Beiden Ländern wurde zudem dringend angeraten, binnen zwölf Monaten durch Wahlen eine Rückkehr zu ziviler Herrschaft einzuläuten – nicht erst...

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