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25.04.2012 / Antifa / Seite 15

Braune Partys im Vorharz

Nienhagen in Sachsen-Anhalt ist regelmäßig Veranstaltungsort für größere Neonazikonzerte. In gut vier Wochen steht das nächste an. Schlechte Chancen für ein Verbot

Susan Bonath
Im vergangenen Sommer herrschte ein Ausnahmezustand im 400-Seelenort Nienhagen im Vorharz bei Halberstadt. Neonazibands wie »Sturmtrupp« oder »Legion of St. George« – benannt nach einem zahlenmäßig bedeutungslosen »Freikorps« aus britischen Kriegsgefangenen, das ab 1943 auf deutscher Seite kämpfen sollte – grölten rechte Gesänge; 500 Polizisten schirmten sie und rund 1000 Zuhörer ab. Es war nicht das erste Konzert dieser Art im Dorf, aber eines der größten in den letzten Jahren. Und es wird wohl nicht das letzte gewesen sein: Am 26. Mai wollen die Rechten erneut in Nienhagen auftreten. Erwartet werden Skinheadbands aus Deutschland, Belgien, Italien und den USA sowie 1200 Neonazis aus ganz Europa. Proteste im Dorf gab es bisher nicht.

Der Verein »Miteinander« möchte dies ändern und suchte vor zwei Wochen das Gespräch mit Anwohnern, Politikern und Behörden. Dazu zeigte der Verein auch den Dokumentarfilm »Blut muß fließen«, in dem der Journalist...

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