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21.04.2012 / Inland / Seite 8

»Es herrscht eine große Willkür«

Konferenz in Köln befaßt sich mit Kriminalisierung der kurdischen und türkischen Linken in Deutschland. Ein Gespräch mit Monika Morres

Claudia Wangerin
Monika Morres ist Mitarbeiterin des Rechtshilfevereins Azadi (Freiheit) und Mitorganisatorin der Konferenz ­»Internationale Repressionsstrategie gegen die kurdische Bewegung und die türkische Linke«

Kurz vor Beginn einer Konferenz, die der Rechtshilfeverein ­Azadi im Rahmen der Kampagne »Tatort Kurdistan« veranstaltet, haben acht kurdische Frauen und Männer am Donnerstag abend auf einer Fähre in Hamburg eine Protestaktion durchgeführt, die von Medien wie der Tageszeitung Die Welt als »Geiselnahme«, »Kaperung« und »Entführung« bezeichnet wurde. Dabei scheinen die Aktivisten gar nicht bewaffnet gewesen zu sein. Was haben die Aktion auf der einen und die reißerische Berichterstattung auf der anderen Seite zu bedeuten?

Generell zeigt die Erfahrung, daß friedliche Protest- und Besetzungsaktionen von Kurdinnen und Kurden immer sehr viel stärker kriminalisiert werden als vergleichbare Aktionen anderer gesellschaftlicher Gruppen. Die Aktion in Hamburg war friedli...

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