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21.04.2012 / Geschichte / Seite 15

Im Visier der Nazis

Am 24. April 1932 wird in Preußen ein neuer Landtag gewählt

Manfred Weißbecker
Kaum waren die Reichspräsidentenwahlen vorüber und der Erzreaktionär Hindenburg erneut Oberhaupt der Weimarer Republik geworden (siehe jW vom 10./11.3.2012), galt es am 24. April 1932 in Preußen – mit seinen 38 Millionen Einwohnern und auch territorial das größte unter den Ländern des Reiches –, einen neuen Landtag zu wählen. Vier Jahre zuvor hatten die Sozialdemokraten hier nahezu ein Viertel der Stimmen gewinnen können und seither in einer Koalition mit dem großbürgerlich-katholischen Zentrum und der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) regiert. Die Nazis spielten damals mit 1,8 Prozent noch keine Rolle. Otto Braun, der von sich behauptete, Preußen sei »nie preußischer regiert worden als in meiner Amtszeit«, allerdings von der Reichswehrführung regelrecht gehaßt wurde, stand als Ministerpräsident einem Kabinett vor, in dem der Sozialdemokrat Carl Severing als Innenminister und Wilhelm Abegg (DDP) als Staatssekretär sowie Albert Grzezinski (...

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