14.04.2012 / Inland / Seite 8

»Das kann zu schweren Verletzungen führen!«

Bei Flensburg wurden 1945 Senfgasgranaten versenkt. Da liegen sie wohl immer noch – direkt vor Badestränden. Gespräch mit Stefan Nehring

Mirko Knoche
Dr. Stefan Nehring ist Umweltgutachter für See- und Binnengewässer mit Sitz in Koblenz

Sie haben in alten Akten Hinweise auf Giftgasmunition in der Flensburger Förde entdeckt. Was haben Sie herausgefunden?

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs standen in Flensburg mehrere Güterwaggons mit Giftgasgranaten und -bomben. Die Wehrmacht verlud die Munition schließlich auf Schiffe, die ihre Fracht südlich des Kleinen Belts in einem ausgewiesenen Meeresgebiet versenken sollten. Weil die Besatzungen aber fürchteten, daß Fliegerangriffe sie selbst und die Küstenbevölkerung in große Gefahr bringen könnten, kippten sie bereits vor Glücksburg hauptsächlich Giftgrasgranaten über Bord. Das war den bundesdeutschen Behörden in der Nachkriegszeit bekannt, sie haben die Fakten aber nicht veröffentlicht, sondern geleugnet und behauptet, daß sämtliche Gasmunition in ausreichendem Abstand zur Küste entsorgt worden sei.

Welche Stoffe waren in den Granaten und Bomben enthalten?

V...

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