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07.04.2012 / Geschichte / Seite 15

Penetrante Fälscher

Seit zwanzig Jahren versuchen bürgerliche Journalisten, sich ein Interview mit der nach Chile emigrierten Margot Honecker zu erschleichen. Der Rückblick eines Weggefährten zeigt deren kriminelle Methoden

Klaus Huhn
Unter dem Titel »Der Sturz – Honeckers Ende« strahlte die ARD am 2. April einen Beitrag des NDR-Dokumentarfilmers Eric Friedler aus. Darin wurden Filmaufnahmen von Gesprächen mit Margot ­Honecker verwendet, die nach eigenem Bekunden der ARD nie ein Interview gegeben hat. Unter Vorwänden und mit falschen Angaben zu seiner Person erschlich Friedler sich offenbar ihr Vertrauen und erhielt so die Möglichkeit, im Haus der Witwe des DDR-Staatsratsvorsitzenden in Santiago de Chile Gespräche mitzufilmen.

Klaus Huhn, bekannter Journalist, Verleger und jW-Autor, hat auch nach ihrem Weggang aus der BRD ins selbstgewählte chilenische Exil 1992 engen Kontakt zu Margot ­Honecker gehalten. Im folgenden Beitrag gibt er einen Überblick über die gescheiterten Versuche bürgerlicher Journalisten, sich ein Interview mit ihr zu erschleichen. Der Text basiert auf Huhns Buch »Nicht alle Sterne leuchten. Über postume Attacken gegen die DDR« (Berlin 2003), in dem er den Ver...

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