Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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07.04.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Dichtung und Wahrheit

Beim Thema Iran regieren in Medien und Politik Wahrnehmungsschwierigkeiten, Phantasie und Lügen. Besonders Springers Welt tut sich wieder einmal hervor

Knut Mellenthin
Die einstimmige Empörung deutscher Politiker und Journalisten über die Friedensbotschaft von Günter Grass hat auch etwas damit zu tun, daß sie allesamt ertappte Lügner sind: Ihr ständig wiederholter axiomatischer Ausgangspunkt, Iran arbeite am Bau von Atomwaffen, ist nicht nur gänzlich unbewiesen, sondern widerspricht auch den veröffentlichten Erkenntnissen aller westlichen Geheimdienste, einschließlich des israelischen.

Besonders viel gelogen wird im ewigen rechten Flaggschiff des Axel-Springer-Verlages, der Welt. Mittlerweile kann man konstatieren, daß – was den Iran angeht – selbst in Bild mehr journalistische Sorgfalt und Ausgewogenheit praktiziert wird als in der Welt.

Ein Halbsatz

Am Dienstag las man dort online von einem der einschlägigen Hausautoren für alle Israel irgendwie berührenden Themen, Clemens Wergin: »Iranischer Diplomat gesteht A-Waffen-Programm ein«. So die Headline, die später gegen das griffige, aber völlig frei erfunden...

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