27.03.2012 / Feuilleton / Seite 13

Domina im Tschador

In Berlin begann 2. Türkisches Literaturfest »Dil Dile«

Rafik Will
Vor halbvollen Rängen begann am Freitag in der Volksbühne das zweite Türkische Literaturfest Berlin »Dil Dile« (von Sprache zu Sprache) unter dem Motto »Bruch. Umbruch. Aufbruch!«. Achtung, Arabellion, dachte man, und dann saßen auf dem Podium die im Strasbourger Exil lebende türkische Soziologin Pinar Selek, der türkische Verleger und Journalist Tanil Bora und die syrische Journalistin Samar Yazbek, die neuerdings in Berlin lebt, nachdem sie in Syrien inhaftiert gewesen war. Es moderierte Osman Okkan, der bis 2006 als Redakteur beim WDR gearbeitet hat.

Yazbek hat kürzlich ihre Tagebuchaufzeichnungen unter dem Titel »Schrei nach Freiheit« auf Deutsch veröffentlicht. Sie glaubt: »Dieses Regime muß fallen, und es wird fallen«. Persönlich habe sie keine Angst vor einer »Islamisierung« der Proteste, denn sie habe in Syrien »gut mit Männern zusammengearbeitet, deren Frauen komplett verschleiert sind.« Das nennt man also Gleichberechtigung. Selek und Bora dage...

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