22.03.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Wichtiger Sieg

Trotz Verbot feierten eine Million Menschen am Sonntag in Diyarbakir Newroz. Eindrücke aus einer Stadt im Belagerungszustand

Kerem Schamberger
Am vergangenen Wochenende in Diyarbakir. Die Situation ist gespannt. Auf den Straßen patrouillieren Sondereinsatzkommandos der Armee, im gesamten Stadtgebiet stehen Agenten der Geheimpolizei. So sollen Newroz-Feiern vor dem 21. März, dem offiziellen Datum für das Frühjahrs- und Freiheitsfest, entsprechend einem Verbot der türkischen AKP-Regierung verhindert werden. Die kurdische Freiheitsbewegung hatte aber bereits für Sonntag zu Feierlichkeiten aufgerufen, damit so viele Menschen wie möglich teilnehmen können. So kommt es auch. Ab den frühen Morgenstunden des Sonntags finden sich Zehntausende auf dem von Polizisten umstellten Newroz-Platz ein. Sammelpunkte sind die Stadtteilbüros der kurdischen Partei für Frieden und Demokratie (BDP), von wo es zu Fuß Richtung Festplatz geht.

Forderung nach Autonomie

Die Polizei setzt massenhaft Tränengas ein und schießt über die Köpfe der Ankommenden, die sich von allen Seiten dem Platz nähern, hinweg. Straßensperren we...

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