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21.03.2012 / Inland / Seite 2

»Die dreistesten Steuerbetrüger profitieren davon«

Ein breites Bündnis formiert sich gegen die Ratifizierung des Abkommens mit der Schweiz. Ein Gespräch mit Susanne Jacoby

Gitta Düperthal
Susanne Jacoby leitet die Kampagne zum Steuerabkommen beim Verein Campact, im Bündnis mit dem Netzwerk Steuergerechtigkeit, ATTAC, der ver.di-Fachgruppe Finanz- und Steuerverwaltung sowie der Initiative Vermögender für eine Vermögensabgabe

Fast 87000 Menschen haben bislang den Online-Aufruf von Campact gegen die Ratifizierung des Steuerabkommens mit der Schweiz unterzeichnet. Was ist Ihr Hauptkritikpunkt an der bisherigen Fassung?

Wir kritisieren an diesem Abkommen, daß Steuerhinterzieher, die Jahre oder gar Jahrzehnte Schwarzgeld auf Schweizer Konten vor dem Staat versteckt haben, viel zu günstig davonkommen. Sie sollen anonym bleiben können, straffrei ausgehen – und obendrein sollen sie mit einem niedrigeren Steuersatz belohnt werden, als sie ihn regulär in Deutschland hätten zahlen müssen. Ausgerechnet die dreistesten Steuerbetrüger profitieren von diesem Abkommen sogar am meisten. Wer in der Vergangenheit nicht nur Kapitalerträge hinterzogen, ...

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