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17.03.2012 / Inland / Seite 5

Imagewerbung statt Schulobst

Früh aufstehen ohne Ende: Sachsen-Anhalts Regierung verlängert teure Kampagne

Susan Bonath, Haldensleben
Die zahllosen schlecht bezahlten minijobbenden Putzfrauen oder Volksstimme-Austräger Sachsen-Anhalts wissen es wohl selbst. Denn jeden Morgen müssen sie sich für »’nen Appel und ’n Ei« frühzeitig in die Spur begeben. Und trotzdem entkommen auch sie dem Slogan nicht. Die Elbe-Saale-Bahn und jeder Dorfbus trägt ihn mit sich herum. In jedem noch so kleinen Ort steht mindestens ein Riesenwerbeträger: »Wir stehen früher auf«. Aber wollen die Sachsen-Anhalter das wirklich? »Warum eigentlich«, hatten Spaßvögel schon vor Jahren auf die Großplakate geschrieben. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ist jedoch willens für die Frühaufsteherkampagne weiter in die öffentliche Kasse zu greifen. 2,5 Millionen Euro will er in den kommenden zwei Jahren dafür ausgeben, wie er am Dienstag mitteilte. Die Linkspartei wirft ihm Verschwendung vor.

Seit 2005 soll so Sachsen-Anhalts Image aufpoliert werden. Dabei »glänzt« das Land an der Mittelelbe mit der dritthöc...

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