17.03.2012 / Ansichten / Seite 8

Canossa-Gang

Gabriel räumt »Mißverständnisse« aus

Werner Pirker
Nachdem der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel anläßlich seines Nahost-Besuches die israelische Siedlungspolitik kritisiert und in einem Facebook-Eintrag sogar geschrieben hatte, in Hebron herrsche ein Apartheid-Regime, war der Gang nach Canossa angesagt. Jedenfalls will sich Gabriel mit dem Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, treffen, um »entstandene Mißverständnisse auszuräumen«. Daß sich diese Organisation mehr und mehr als Außenstelle des Staates Israel in Szene setzt und über Kritik an dessen Politik schnell und leichtfertig das Verdammungsurteil »Antisemitismus« verhängt, liegt sicher nicht im Interesse aller in Deutschland lebenden Juden. Denn wenn es stimmt, daß die Ablehnung der israelischen Kriegs- und Besatzungspolitik auch auf die jüdische Gemeinde übertragen wird, dann liegt das nicht zuletzt an der vom Zentralrat vorgenommenen völligen Gleichsetzung von Judentum und zionistischem Staat.

Gabriel hat Ansichten ...

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