16.03.2012 / Feminismus / Seite 15

An der Seite der Entrechteten

Zum 70. Todestag der proletarisch-revolutionären Schriftstellerin und Exilreporterin Maria Leitner

Es gab nur wenige Autorinnen, die das Leben der »kleinen Leute«, ihr Umfeld, die gesellschaftliche und politische Situation seit den 1920er Jahren, so plastisch, sachkundig und engagiert beschrieben haben wie Maria Leitner. Doch trotz ihrer beeindruckenden Leistungen hat sie immer noch nicht ihren wohlverdienten Platz in der literarischen Geschichtsschreibung gefunden. Vor 70 Jahren, am 14. März 1942, starb die Schriftstellerin und Reporterin völlig verarmt ohne Freunde, Familie oder Bekannte im Exil – in einer psychiatrischen Anstalt in Marseille.

Es waren die Ereignisse des frühen 20. Jahrhunderts, die Maria Leitner (1892–1942) zur Revolutionärin werden ließen. Sie wuchs deutschsprachig in der Zeit der Doppelmonarchie in Budapest auf und rebellierte schon früh gegen die königstreue Einstellung ihrer Eltern. Auf der Königlichen Höheren Mädchenschule bekam sie als Jüdin Ausgrenzung zu spüren. Während des Ersten Weltkrieges schloß sie sich gem...

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