16.03.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

»Sozialpartner« eiskalt

Bei Nokia Siemens Networks steht ein Radikalumbau bevor. Knapp 20500 Jobs weltweit in Gefahr. Belegschaften fordern IG Metall zu Widerstand gegen Kahlschlagspläne auf

Stephan Müller
Es scheint Bewegung in den geplanten Radikalumbau des Telefonausrüsters Nokia Siemens Networks (NSN) zu kommen. In einem Interview in der Süddeutschen Zeitung vom Wochenende kündigte Siemens-Finanzchef Joe Kaeser an, man werde »es nicht ohne weiteres hinnehmen«, daß NSN von seiner Deutschland-Zentrale in München so einfach verwinde.« Gleichwohl obliege Nokia die Geschäftsführung beim 50/50-Joint Venture. Siemens könne daher »faktisch wenig Einfluß« auf die vom finnischen Konzern getroffenen Entscheidungen nehmen. Management und Gewerkschaften sollten sich daher zusammensetzen und »konstruktiv« nach Lösungen suchen.

Das Gemeinschaftsunternehmen will in Deutschland 30 Standorte und fast 3000 Stellen streichen, weltweit sind 20500 Jobs bedroht. 2007 hatten die finnische Nokia und Siemens ihre Telefonnetzaktivitäten zusammengelegt, von Siemens waren 37.000 Kollegen in den neuen Konzern gekommen. Die US-Investmentbank Goldman Sachs feierte die Gründung von NS...

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