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16.03.2012 / Ausland / Seite 8

»Ich glaube, daß die Frauen eines Tages aufstehen«

Nach über zehn Jahren Besatzung in Afghanistan überlebte sie den sechsten Mordanschlag. Ein Gespräch mit Malalai Joya

Heike Hänsel
Malalai Joya wurde als jüngste Parlamentarierin Afghanistans weltberühmt. Aufgrund ihrer Kritik an Besatzung, Regierung und Warlords muß sie in wechselnden Verstecken leben.

Am 10. März haben Sie den sechsten Mordversuch überlebt. Können Sie uns einen kurzen Bericht über den Angriff geben?

Einen Tag nach meinem Besuch in Farah wurde mein Büro von zwei bewaffneten Männern angegriffen. Als meine Wachen sich wehrten, eröffneten die Angreifer das Feuer, bei dem meine Mitarbeiter Schußwunden erlitten. Einerseits ist dieser Angriff relativ unbedeutend für mich, angesichts des enormen Leidens meiner Landsleute. Meine Sorge gilt meinen Leibwächtern, die einfache Menschen sind und mich aus freiem Willen beschützen. Aber diese terroristischen Angriffe werden mich nie davon abhalten, für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit zu kämpfen.

Wen vermuten Sie hinter den Angreifern? Sind die beiden Männer bekannt? Werden sie für ihre Tat zur Verantwortung gezogen und stra...


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