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15.03.2012 / Inland / Seite 2

»In Europa ist das ohne Beispiel«

Nirgendwo hat Zahl der Niedriglöhner so zugenommen wie in der BRD. Zuwachs vor allem im Westen. Gespräch mit Claudia Weinkopf

Mirko Knoche
Dr. Claudia Weinkopf ist stellvertretende geschäftsführende Direktorin des Instituts Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-Essen

Sie haben am Dienstag eine von Ihnen jährlich erstellte Studie veröffentlicht, nach der 23,1 Prozent der Beschäftigten in Deutschland 2010 zu Niedriglöhnen unter 9,15 Euro arbeiteten. Im Jahr 2009 waren es noch 22,9 Prozent. Hält die Tendenz an?

Die schlechte Nachricht ist, daß die Quote auf einem so hohen Niveau stagniert und kaum größer ausfallen könnte. Weltweit haben nur die USA einen höheren Niedriglohnanteil, er beträgt dort traditionell rund 25 Prozent. Einen Zuwachs erkennen wir vorwiegend in Westdeutschland. Im Osten bleibt die Quote stabil, ist aber größer als im Westen.

Sind 0,2 Prozent mehr Niedriglohnbeschäftigung statistisch überhaupt relevant?

Entscheidend sind die 60 Prozent, die in Westdeutschland seit 1995 dazugekommen sind. Waren es damals – je nach Rechenmodell – noch 3,4 Millionen bzw. 4,1 Mi...

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