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15.03.2012 / Thema / Seite 10

Gedächtnisspuren

Hans G Helms ist tot. Ein Nachruf

Stefan Fricke
Seine Autobiographie »der letzten 250 Jahre«, an der Hans G Helms seit über drei Jahrzehnten mit längeren Unterbrechungen gearbeitet hat, bleibt ein Fragment. Am vergangenen Sonntag ist der Publizist, Essayist, Sozial- und Wirtschaftshistoriker, Komponist, Privatgelehrte und (Musik-)Schriftsteller Helms nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 79 Jahren in seiner Wohnung in Berlin gestorben. »Hieronymus-John von Muenchhausen: Fabulierer, Adventurer, Erfinder Neuer Klangwelten« betitelte er das erste Resultat dieser, so Helms, »Rekonstruktion unseres kollektiven Gedächtnisses«. Es handelt sich bei der zunächst 1993 als Lesetext veröffentlichten, 1995 dann als radiophoner Klangtext in Koproduktion für den Südwestfunk Baden-Baden und den Westdeutschen Rundfunk Köln realisierten Erzählung um die ideengeschichtliche Genese des amerikanischen Komponisten John Cage (1912–1992), mit dem Helms seit ihrer ersten Begegnung bei den Donaueschinger Musiktagen...

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