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28.02.2012 / Titel / Seite 1

Milliarden für die Banken

Klaus Fischer und Kerem Schamberger
Am Montag hat der Deutsche Bundestag beschlossen, weiteres Geld für die Schuldentilgung Griechenlands freizugeben. 130 Milliarden Euro wollen EU-Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF) bereitstellen, damit Athen seine Verbindlichkeiten bedienen und die faktische Pleite des Staates ein weiteres Mal aufschieben kann. Parallel zur bundesdeutschen Parlamentsdebatte forderten Demonstranten nahe dem Reichstag, Griechenland tatsächlich zu helfen und das »Spardiktat« zu beenden. Aufgerufen hatten u.a. die Gewerkschaften ver.di und NGG, die Linkspartei, die Naturfreunde Berlin und das globalisierungskritische Netzwerk ATTAC.

Immer wenn die Interessen Konzern­europas auf dem Spiel stehen, findet sich im Bundestag eine Einheitsfront zusammen. Wie beim Krieg in Afghanistan oder dem Boykott gegen den Iran war das auch beim sogenannten zweiten Griechenland-Hilfspaket der Fall (das erste im Volumen von 110 Milliarden Euro war i...

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