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27.02.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Knapper Treibstoff

Hohe Preise an den Zapfsäulen, schwacher Euro und ein Embargo gegen Iran: Die Weltwirtschaft muß sich auf dauerhaft teures Erdöl einstellen

Wolfgang Pomrehn
Anfang voriger Woche stiegen die Benzin- und Dieselpreise in Deutschland auf selten bis nie gesehene Höhen. Das Bundeskartellamt übte sich in Konzernschelte: Fünf große Mineralölkonzerne würden ein Oligopol bilden, den Markt gemeinsam beherrschen und wenig Wettbewerb zulassen, meinte der Leiter der Behörde gegenüber der Rheinischen Post aus Düsseldorf. Fragt sich allerdings, weshalb sie in der Lage sind, den Preis in derartige Höhen zu schrauben, und es vorher nicht waren. Was hat sich geändert?

Zum einen hat Deutschlands unerbittlicher Konfrontationskurs gegenüber den südeuropäischen Ländern inzwischen den Euro deutlich verbilligt. Das ist gut für Merkels Auftraggeber aus der Exportwirtschaft, aber schlecht für den Autofahrer. Erdöl wird nämlich von den Raffinerien in US-Dollar bezahlt und verteuert sich daher für den Euro-Raum, wenn die hiesige Währung gegenüber dem Greenback an Wert verliert. Genau das ist geschehen. Für einen Euro gibt es zur Zeit ru...

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