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25.02.2012 / Ansichten / Seite 8

Fehlbesetzung

Klarsfeld als Linkspartei-Kandidatin?

Werner Pirker
Die Watsche, die Beate Klarsfeld am 7. November 1968 dem damaligen Bundeskanzler Georg Kiesinger mit den Worten »Nazi, tritt zurück!« verpaßt hat, war ein Schlag ins Gesicht der politischen Repräsentation der Bundesrepublik. Diese Aktion erfolgte ganz im Stil der antiautoritären Revolte, die sich zu dieser Zeit nicht zuletzt am Protest gegen die Verdrängung der Nazivergangenheit entzündet hatte. Ihren Ruf als »Nazijägerin« hat die in Frankreich lebende Deutsche aber erst später erworben. Den Höhepunkt ihrer Aktivitäten zur Vergangenheitsbewältigung bildete die von ihr und ihrem Ehemann Serge bewirkte Überstellung des früheren Gestapo-Chefs von Lyon, Klaus Barbie, an die französischen Justizbehörden.

Die Überlegungen der Linkspartei, Beate Klarsfeld als ihre Kandidatin für das Bundespräsidentenamt zu nominieren, sind somit nachvollziehbar. Eine ausgewiesene Antifaschistin tritt gegen den Kandidaten der neoliberalen Einheitspartei an, der den antikommunist...

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