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10.02.2012 / Feuilleton / Seite 13

Zeit für die Gärten

Caspar Brötzmann im Berlinale-Filmporträt

Robert Mießner
Im Zentrum des großen Lärms wohnt eine nicht kleinere Stille: Der aus Wuppertal stammende Gitarrist Caspar Brötzmann (Foto) hat mit seinem Trio Massaker von 1986 an bis in die Neunziger eine berserkerhafte Rückkopplungsmusik gespielt, deren Basis er bündig in Rock’n’Roll oder Heavy Metal verortete. Jetzt wandert er in Uli M. Schueppels Dokumentarfilm »Da gehört die Welt mal mir« durch die nur scheinbar karge Brandenburger und Mecklenburg-Vorpommersche Landschaft. Brötzmann facht behutsam ein Lagerfeuer an, rudert über einen ruhigen See und setzt Steine in den Ostseestrand. Er überquert Bahngleise und intoniert ohne Pathos den Text eines früheren Albums, »Koksofen«. Sein einziges sichtbares Gepäckstück ist eine Baßgitarre. Wie er mit ihr so durch Wald und Flur geht, fällt uns Captain Beefheart ein. Der, Brötzmann ähnlich, gerne als kompliziert beschrieben, hatte im zweiten Punkt seiner »Di...

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