Gegründet 1947 Dienstag, 26. März 2019, Nr. 72
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
09.01.2012 / Inland / Seite 8

»Das ist das Problem: Der Patient kann es nicht wissen«

Notfallversorgung im Krankenhaus leidet unter der Konkurrenz des ärztlichen Notdienstes. Gespräch mit Margarete Wiemer

Gitta Düperthal
Margarete Wiemer ist Betriebsratsvorsitzende im Klinikum Höchst in Frankfurt am Main

Der Chef der Barmer Ersatzkasse, Christoph Straub, hat kürzlich festgestellt, es gebe zu viele Krankenhäuser. Andererseits ist jedoch bekannt, daß Menschen, die mit akuten Schmerzen in die Notaufnahme kommen, oft nach Hause geschickt oder in andere Kliniken verwiesen werden. Symptome für ein Zerbröckeln unseres Gesundheitssystems?

Das würde ich so nicht sagen. Aber der Personalschlüssel ist derart knapp berechnet, daß Kranke nicht mehr so behandelt werden können, wie es notwendig wäre.

Eine Patientin, die die Frankfurter Uniklinik nachts um drei Uhr mit Schmerzen aufsuchte, bekam nach einer Stunde Wartezeit zu hören, sich auf weitere fünf einrichten zu müssen: Ausnahme oder Regel?

Notfallambulanzen sollen nur Patienten behandeln, in deren Fall eine Krankenhausbehandlung notwendig ist. Es kann Ihnen also passieren, daß man sagt: Sie sind kein Notfall, gehen Sie bitte zum ä...

Artikel-Länge: 4679 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €