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31.12.2011 / Titel / Seite 1

Statistik schöngerechnet

Mirko Knoche
Gehört man mit 58 schon zum alten Eisen? Wenn es nach dem Bundesarbeitsministerium geht, dann ja. Fast 105000 Menschen ab einem Lebensalter von 58 Jahren fallen trotz Jobmangel aus der Arbeitslosenstatistik. Die Regelung wurde im Krisenjahr 2008 eingeführt. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung in ihrer Freitagausgabe. Die Zahl stammt vom Ministerium, das eine schriftliche Anfrage der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Grünen im Bundestag, Brigitte Pothmer, beantwortet hat. Rechnet man die Aussortierten den offiziell registrierten fast 515000 älteren Erwerbslosen hinzu, steigt ihre Zahl auf über 619000 an und die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe wächst von acht Prozent auf 9,6 Prozent.

Im jW vorliegenden Papier aus dem Hause Ursula von der Leyens (CDU) heißt es allerdings, daß Langzeiterwerbslose ab 58 Jahren zum Großteil auch »in den Jahren vor 2008 nicht als arbeitslos gezählt worden wären«. Das Arbeitsministerium verweist damit auf eine R...

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