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30.12.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

In reduzierter Form

Der US-Truppenrückzug aus dem Irak bedeutet lediglich ein Schrumpfen der Besatzung. Stationierung bleibt langfristiges Ziel

Joachim Guilliard
Kurz vor Weihnachten verließen die offiziell letzten US-Truppen den Irak. In einer Ansprache in Fort Bragg erklärte US-Präsident Barack Obama den Krieg gegen das Land für siegreich beendet. Die USA würden es in einem besseren Zustand verlassen, als sie es vorgefunden hätten, meinte der rhetorisch begabte Schwindler. Er lobte die »feinsten Streitkräfte der Weltgeschichte« dafür, daß alles, was sie im Irak taten, »all das Kämpfen, all das Sterben, das Bluten« zu diesem »Moment des Erfolgs« geführt habe. Das Land sei noch kein perfekter Ort, so der einstige Gegner des aus seiner Sicht »dummen Krieges«, »aber wir lassen einen souveränen, stabilen und selbständigen Irak zurück, mit einer repräsentativen Regierung.«

Nichts davon entspricht der Wahrheit. Von einem stabilen, souveränen Irak kann keine Rede sein, sowenig wie von einer repräsentativen Regierung. Die Lebensbedingungen in dem zerstörten und zerrissenen Land sind katastrophal. Der Krieg ist, wie die ...

Artikel-Länge: 6553 Zeichen

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