Gegründet 1947 Montag, 17. Juni 2019, Nr. 137
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17.12.2011 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Zwischen den Stühlen

Friedlicher Übergang statt bewaffneter Aufstand. Viele syrische Oppositionelle haben es schwer, sich Gehör zu verschaffen. Damaskus reagiert mit Repression, Ausland mit Ignoranz

Karin Leukefeld
Am Busbahnhof Samariya herrscht reges Treiben. Taxifahrer werben potentielle Passagiere für eine Fahrt ins jordanische Amman oder ins libanesische Beirut, Busse fahren im Stundentakt nach Sweida oder Deraa, in die beiden Provinzen im Süden Syriens. Straßenhändler bieten in kleinen Buden Getränke, Eßbares und allerlei Waren als Mitbringsel für die Reisenden an: Wasserpfeifen, Schals, Mützen, Spielzeug, Tischdecken und Süßigkeiten aller Art sind kunstvoll ausgelegt, doch die Geschäfte laufen nicht gut in diesem Herbst. Ein Mann, der mal mit dem Bus, mal mit dem Taxi Menschen zwischen der jordanischen und der syrischen Hauptstadt verkehrt, erzählt: »Von Amman fahren so gut wie keine Leute mehr nach Damaskus, unsere Busse haben 50 Sitzplätze, und wir haben manchmal nur vier Fahrgäste.«

Leere Busse

Der Bus nach Sweida ist halbleer, als er den Bahnhof verläßt. In Jaramana, einem der vielen Vororte von Damaskus, nimmt er weitere Reisende auf. Die meisten fahren ...

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