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14.12.2011 / Antifa / Seite 15

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Gewalttaten gegen Obdachlose werden selten politisch eingeordnet, Täter und Ursachen meist im »Milieu« gesucht. In Leipzig hat Prozeß nach Mord in Oschatz begonnen

Anna Dumange
Am 1. Juni dieses Jahres starb der Wohnungslose André K. in der Leipziger Uniklinik. Fünf Tage zuvor war der 50jährige am Südbahnhof der sächsischen Kleinstadt Oschatz von fünf Männern im Alter zwischen 16 und 27 Jahren zusammengeschlagen und mit schweren Kopfverletzungen am Tatort liegen gelassen worden. Erst am nächsten Morgen wurde er gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Am 6. Dezember hat der Prozeß gegen die Tatverdächtigen vor dem Leipziger Landgericht begonnen. Ein 36jähriger wird außerdem wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt. Der Prozeß wird im Februar fortgesetzt und ist bis zum April 2012 geplant.

»Mindestens 30mal« hätten die Männer auf den Obdachlosen eingetreten, bis dieser »blutüberströmt am Boden lag«, verlas Oberstaatsanwältin Claudia Laube die Anklage. Eine zufällige Tat sei der Angriff nicht gewesen, stellte Laube klar: Man habe sich verabredet, um K. zu suchen »und zu mißhandeln«. Nach dem Überfall seien die Täter weggelaufen ...

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