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06.12.2011 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Wirtschaftsführer im Nazireich

Veranstaltung in Wolfsburg beleuchtet Rolle von Ferdinand Porsche im Faschismus

Stephan Krull
Dem Engagement der roten Ratsfrau Pia Zimmermann (MdL Die Linke) ist es zu danken, daß auf die schon übliche Ferdi­nand-Porsche-Verehrung in Wolfsburg nicht noch draufgesattelt wurde. An ihrem Widerstand scheiterte im Frühjahr 2010 der Versuch des langjährigen CDU-Oberbürgermeisters und VW-Geschäftspartners Rolf Schnellecke, im Rathaus der »Hauptstadt von Volkswagen« einen Sitzungssaal nach dem SS-Offizier, Wehrwirtschaftsführer und skrupellosen Chef von Tausenden Zwangs- und Sklavenarbeitern zu benennen. Bei einer Tagung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen am Samstag in Wolfsburg berichtete sie auch von einem Gespräch mit dem neuen SPD-Oberbürgermeister, der kein Interesse an einer Aufarbeitung der Rolle Porsches hat. Unter der Hand fürchten viele in der Stadt den langen Arm des Patriarchen von Volkswagen, des Enkels von Porsche, Ferdinand Piëch und des Porsche-Familienclans.

Sehr lebendig erläuterte der Journalist und Au...

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