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03.12.2011 / Ansichten / Seite 8

Kriegsvorwände

US-Senat verschärft Situation um Iran

Werner Pirker
Der Würgegriff wird immer enger. Am Freitag hat der US-Senat einstimmig Sanktionen gegen die iranische Zentralbank beschlossen. Das geht selbst dem Weißen Haus zu weit. Man befürchtet, daß ein solcher Schritt Auswirkungen auf den Ölpreis und die US-Wirtschaft haben könnte. Zudem könnte durch eine solche extreme Maßnahme die internationale Front gegen das iranische Atomprogramm geschwächt werden.

All diese Einwände machten auf die 100 Senatoren nicht den geringsten Eindruck. Der demokratische Mehrheitsführer Harry Reid bezeichnete das Verhalten des Iran als »inakzeptabel« und als »Gefahr für die Vereinigten Staaten und die ganze Welt«. Die Sorgen über eine nukleare Bewaffnung des Iran überwögen die Vorbehalte wegen einer möglichen Anhebung des Ölpreises. Frei nach Wladimir Iljitsch Lenin hieße das, daß die amerikanischen Kapitalisten dem Iran den Strick nun doch nicht verkaufen wollen, an dem sie aufgehängt werden sollten. Geschäftsinteressen hin, Geschäf...

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