24.11.2011 / Ausland / Seite 6

CIA-Fiasko im Libanon

Hisbollah konnte US-Geheimdienst infiltrieren und seine Niederlassung im Zedernstaat neutralisieren

Rainer Rupp
Die Schlappe sei so schwer, daß die US-Folter- und Spionageorganisation ihre Aktivitäten im Libanon weitgehend eingestellt habe. Verzweifelt hätten die CIA-Führungsoffiziere in den letzten Monaten versucht, den Schaden zu begrenzen und ihre im Zedernstaat noch nicht enttarnten Agenten zurückzuziehen, bevor Hisbollah ihrer habhaft werden konnte. Das enthüllten jetzt unabhängig voneinander vier teils aktive, teils ehemalige US-amerikanische Geheimdienstmitarbeiter gegenüber der Presse. Die geheime CIA-Niederlassung im Libanon, die zum Sammeln von wichtigen Informationen über Entwicklungen im Mittleren Osten, insbesondere in Syrien und Iran, von größter Bedeutung gewesen sei, habe praktisch aufgehört zu existieren. Und was Hisbollah betrifft, so befände sich der US-Geheimdienst derzeit »im Blindflug«.

Während die vier den Abwehrerfolg der Libanesen bei der Aushebung des gegen Hisbollah gerichteten US-Spionagerings nur widerwillig gegenüber den Medien anerka...

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