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19.11.2011 / Ausland / Seite 8

»Tausende kämpfen für den Rückzug der Polizei«

Seit zwei Wochen streiken die Studierenden an der Universität von São Paulo (Brasilien). Ein Gespräch mit Diana Assunção

Wladek Flakin
Diana Assunção ist Vorsitzende der Gewerkschaft der Nicht-Akademischen Arbeiter an der Universität von São Paulo (SINTUSP)

Seit dem 8. November streiken Tausende Studierende an der Universität von São Paulo (USP). Warum?

Der Rektor der USP hatte einen Raubmord auf dem Universitätsgelände zum Vorwand genommen, einen Vertrag mit der Militärpolizei zu unterschreiben. Wir haben umgehend sein wahres Motiv benannt: Die Polizei soll in Wirklichkeit Proteste gegen seine Privatisierungspläne verhindern.

Es gab dann immer mehr Fälle von Polizeigewalt auf dem Campus. Als Beamte schließlich drei Studierende festnehmen wollten, die angeblich Marihuana geraucht hatten, kam es vor zwei Wochen zur Revolte. Hunderte verhinderten die Festnahme, die Fakultätsverwaltung und das Rektorat wurden besetzt.

Und wie reagierte die Gegenseite?

73 von uns wurden festgenommen, das Rektorat wurde mit über 400 Elitesoldaten und zwei Hubschraubern geräumt. Sie dachten, daß wir nur Hunde...

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