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19.11.2011 / Feuilleton / Seite 12

Statt Routine

Dschääs oder Jatz – die Lady hat’s: Ruth Hohmann zum 50. Bühnenjubiläum

Wiglaf Droste
Als Ruth Hohmann im November 1961 ihr erstes Konzert mit den Jazz-Optimisten Berlin spielte, war ich gerade fünf Monate alt und konnte also nicht dabeisein. Erstmals begegnet bin ich ihr bei einem Jazz-Lyrik-Prosa-Abend im Berliner Tränenpalast im Mai 1999 und erlebte eine Sängerin, die genau weiß: »It don’t mean a thing, if you ain’t got that swing.« Ruth Hohmann hat ihn, den Swing, auf den es ankommt, das gewisse Etwas, das Leichte. Zu ihrer großen Stimme kommt die Ausstrahlung von Lebensklugheit und Lebensfreude; das Publikum wird nicht zu öder Ehrfurcht verdonnert, sondern darf sich an Kunst und Kunstfertigkeit erfreuen.

Wie so viele Musiker ihrer Generation wurde Ruth Hohmann über das Radio mit Jazz infiziert: AFN (American Forces Network) entfaltete für musische Menschen im stechschrittrhythmischen Nachkriegs...

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