12.11.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

»Asamblea« im Frankfurter Camp

Dem Investmentbanker sollen keine Schläge mehr angedroht werden

Gitta Düperthal
Es ist schweinekalt und fast dunkel am Camp vor der Europäi­schen Zentralbank. Trotzdem treffen sich am Dienstag um 19.30 Uhr, wie seit vier Wochen um diese Uhrzeit üblich, viele der derzeit 100 Leute der »Occupy«-Bewegung, die dort Zelte aufgeschlagen haben. Sie kommen zur Asamblea, der Versammlung auf öffentlichem Platz nach spanischem Vorbild, bei der jeder mitreden kann: Campbewohner, Besucher und Passanten. Zunächst wird die dort praktizierte Zeichensprache erklärt; wackelnde erhobene Hände für Zustimmung, vor der Brust gekreuzt für Ablehnung, trickreiches Fingerschütteln für Wortmeldung, etc. Verschiedene Arbeitskreise (AK) haben trotz Kälte debattiert, mitunter in Räumen des gegenüberliegenden Frankfurter Schauspielhauses, das seine Pforten für die »Occupyer« zum Aufwärmen öffnet. Eine Sprecherin des AK Sicherheit berichtet: In den vergangenen Nächten habe es eine sexuelle Belästigung gegeben, Diebstahl und eine Schlägerei. Gegen Zelte sei gepißt w...

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