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05.11.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Libyen ist kein Vorbild

Weder militärisch noch »humanitär«: Oppositionelle in Syrien kämpfen für Veränderungen, lehnen aber jede ausländische Einmischung ab

Karin Leukefeld, Damaskus
Freitag morgen in Damaskus. Die Straßen sind ruhig, nach dem Regen des Vortages sind sie ungewöhnlich sauber gewaschen. In der wärmenden Morgensonne holen die Straßenhändler ihre Waren aus Kartons oder schwarzen Plastiksäcken und sortieren sie ordentlich auf einer Decke auf dem Boden oder auf einem provisorischen Tisch. Zigaretten, zur Feier des Tages auch einige Zigarren, Feuerzeuge verkauft der eine, Strümpfe, Unterwäsche, Schals und Mützen der andere. Angesichts des unsicheren Herbstwetters sind Taschenschirme gefragt, erzählt einer der Straßenhändler, der in Rukn’Deen zu Hause ist. Für nur 100 Syrische Lira (etwa 1,30 Euro) habe er am Vortag gleich drei Stück verkauft, sie seien so billig, weil sie in China hergestellt seien. 18 Jahre habe er in einem Hotel gearbeitet, erzählt der Mann weiter. Das habe nun alle Mitarbeiter auf Teilzeit gesetzt und den Lohn auf 7000 Syrische Pfund (100 Euro) halbiert, seit keine ausländischen Gäste mehr kämen. Al...

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