Gegründet 1947 Sa. / So., 5. / 6. Dezember 2020, Nr. 285
Die junge Welt wird von 2453 GenossInnen herausgegeben
03.11.2011 / Inland / Seite 8

»Sie würden jedes Ressentiment aufgreifen«

Islamophobie ist nicht allein von Muslimen zu überwinden. Kosten-Nutzen-Debatte trifft schnell auch andere. Ein Gespräch mit Sabine Schiffer

Hülya Gürler
Sabine Schiffer hat eine Dissertation über die Islamdarstellung in den Medien geschrieben und leitet das Institut für Medienverantwortung in Erlangen

Wie kam es aus Ihrer Sicht in Deutschland dazu, daß »der Ausländer« oder »der Gastarbeiter« von früher an Sündenbockfunktion eingebüßt hat und Übel wie Rückständigkeit, Frauenverachtung und Terrorismus heute mit »den Muslimen« verknüpft wird?

Das verdanken wir der Auslandsberichterstattung. Der hiesige Gastarbeiter von früher ist inzwischen in der Wahrnehmung zum Muslim geworden, erfüllt aber die gleiche Funktion. Denn ab irgendeinem Zeitpunkt haben bestimmte privilegierte Gruppen – aus ideologischen, wirtschaftlichen oder politischen Interessen heraus – die Aufmerksamkeit auf die religiöse und nicht mehr – wie zuvor – auf die nationale Zugehörigkeit jener Minderheit gelenkt.

Das beantwortet noch nicht die Frage, warum besonders Muslime stigmatisiert werden. Hat das nicht eher mit dem...


Artikel-Länge: 4482 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

20,60 Euro/Monat Soli: 27,60 €, ermäßigt: 13,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Auftakt der jW-Mietenserie: Heute Teil 1 – »Wohnen als Goldgrube. Die Inwertsetzung einer Mietnation«!