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18.10.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Platzhirsch in Europa

Bei der Kritik an EU-Plänen zur Erhöhung der Eigenkapitalquote geht es der Deutschen Bank vor allem darum, der internationalen Konkurrenz zu schaden

Stephan Müller
Alle gegen Ackermann« titelt Spiegel online am Sonntag. Der Deutsche-Bank-Chef steht plötzlich im Zentrum der Kritik etablierter Politiker, denn er hat EU-Pläne, die Eigenkapitalausstattung der Banken deutlich zu erhöhen, kritisiert.

Dieser hatte Ende vergangener Woche als erster Großbankchef verkündet, die ganze europäische Bankenrettungsaktion sei ein Fehler. Er werde »alles tun«, um zu verhindern, daß sein Institut auf Staatsgeld zurückgreife und so seine Unabhängigkeit verliere.

Die Politik fühlte sich vor den Kopf gestoßen. Da wurde sich nach Kräften um die Rettung deutscher Banken bemüht, mit Mühe wurde die Ausweitung des EFSF-Rettungsschirms auf 211 Milliarden Euro durch die Fraktionen gepeitscht, und dann verkündet Ackermann, das sei alles Mist.

Überraschend kam die Ansage allerdings nicht. Schon während des ersten Teils der Finanzkrise Ende 2008 hatte die große Koalition ebenfalls mühsam Hunderte von Milliarden zur Bankenrettung mobilisiert. S...





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