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08.10.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Geldkanone ist leer

Für Bankenrettung braucht der Krisenfonds EFSF mehr als 440 Milliarden Dollar. Doch eine Erhöhung ist politisch schwer möglich

Rainer Rupp
Nach acht Jahren schied in dieser Woche der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), der Franzose Jean-Claude Trichet, aus seinem Amt. In einem Interview mit der ARD wies er jegliche Mitschuld an der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise Europas zurück. Statt dessen hob er seinen Erfolg bei der Bekämpfung der Inflation hervor, die derzeit bei lediglich zwei Prozent liege. Die Ursache der Krise schob er auf die mangelnde Kontrolle und Aufsicht der Banken und des gesamten Finanzsystems. Damit hat er nur teilweise Recht.

Die Beteiligung der EZB unter seiner Führung an der zerstörerischen Politik der sogenannten »Troika«, die den Krisenländern wie Griechenland, Portugal und Irland zum Wohl der EU-Finanzkonzerne eine in Friedenszeiten bisher nie dagewesene Kürzungspolitik auf Kosten der Bevölkerung aufzwingt, blieb unerwähnt.

Regierung im Visier

Aber der Troika geht es ohnehin nicht um das Wohl der Bevölkerung, sondern um den Erhalt des Finanzsystems u...

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