07.10.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Abschied vom Dollar

Südamerika will seine Abhängigkeit von der US-Währung beenden. Das Ringen um die Bank des Südens zeigt, wie schwierig das ist

Fernando Krakowiak, Buenos Aires
Die globale Finanzkrise hat es nicht bis Lateinamerika geschafft. Diesen Eindruck vermittelt zumindest ein Blick auf den letzten Wachstumsbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF). Demnach verzeichnen die Industrieländer 2011 lediglich einen Anstieg von 1,6 Prozent, die Volkswirtschaften Süd-amerikas sollen dagegen durchschnittlich um 4,9 Prozent wachsen. Während in Europa und den USA Rezession droht, setzt die Region ihren nunmehr seit 2003 anhaltenden Wachstumskurs fort.

Diese Prosperität ist unter anderem dem geschuldet, was der IWF »Rückenwind« nennt: Die starke globale Nachfrage nach Rohstoffen, vor allem aus Asien, sowie die vorteilhaften Bedingungen externer Finanzierung. Doch diese Faktoren reichen als Erklärung nicht aus. Denn sie verbergen, daß viele Länder seit Jahren Anstrengungen unternehmen, ihren Binnenmarkt zu stärken und damit die Abhängigkeit von den schwankenden Weltmarktpreisen zu verringern.

Voraussetzung dafür ist eine gemein...



Artikel-Länge: 6599 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe