30.09.2011 / Sport / Seite 16

Klassenkampf, gespritzt

Zum BRD-Doping

Klaus Huhn
Doping auch im Westen! Was für Eingeweihte keine Neuigkeit war, aber mehr als zwei Jahrzehnte lang mit enormem Eifer geleugnet wurde, sorgte Anfang der Woche für Aufregung (jW vom Dienstag). Am Montag lud der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zu einer Pressekonferenz. Sein offizieller Bericht von diesem Termin räumte letzte Unklarheiten aus: »Staatlich geduldetes und gefördertes Doping gab es zwischen 1972 und 1989 auch in der Bundesrepublik Deutschland und nicht nur in der ehemaligen DDR. Zu dieser übereinstimmenden Einschätzung kamen Forscher der Berliner Humboldt-Universität und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster«. Zu Beginn der Veranstaltung hatte Michael Krüger von der Uni Münster erklärt, »das Bewußtsein zum Thema Doping (habe sich) gerade in der Zeit vor den Olympischen Spielen 1972 in München grundlegend verändert«. In dieser Zeit habe sich der westdeutsche »Staat als maßgeblicher Akteur in den Spitzensport eingebracht«.

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